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19 September 2017

MEOW

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cutie cutie cutie Ich habe auf meinem Flickr-Account noch diese Fotos meiner süßen Leni gefunden, die ich euch noch nie auf meinem Blog gezeigt habe - also wird es höchste Zeit!
Wie ich gerade sehe, sind diese Fotos sogar schon über ein Jahr alt und sie ist seitdem auch noch einmal ein Stückchen größer geworden, aber sie ist immernoch mindestens genauso süß. Sie ist total fotogen, oder? Katzen sind einfach meine große Liebe, haha.

Ich habe außerdem die neue Seite "Places" eingerichtet, die ihr ab jetzt oben im Menü abrufen könnt - schaut doch mal vorbei!

17 September 2017

VON GHETTOS UND DUB CLUBS IN KINGSTON

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Jamaica 17 Jamaica 17 - Kingston Jamaica 17 - Kingston




Jamaica 17 - Kingston Jamaica 17 - Kingston

Von den Blue Mountains fuhren wir langsam auf die Hauptstadt Jamaikas zu - Kingston.
Diese Stadt, im Tal der Berge und am Meer, sah schon von oben echt beeindruckend aus. Aber Kingston ist keine typische Hauptstadt, in der man Sightseeing betreibt und shoppen geht. Hier treffen arm und reich aufeinander, die Kriminalität ist sehr hoch und es gibt Ecken, die man alleine und vor allem nachts einfach nicht betreten sollte. Als wir einmal in den Ghettos ausstiegen, um in ein Bob Marley-Haus zu gehen, hatte ich schon ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch. Aber geführt von unserem Tourguide, der seit 40 Jahren auf Jamaika lebt, habe ich mich wenigstens ein bisschen sicherer gefühlt.
Als wir gerade in die Slums hineinfuhren, fand dort gerade eine Beerdigung statt. Nicht so schön anzusehen, möchte man meinen. Trauernde, schwarz gekleidete Menschen tragen nun wirklich nicht zur guten Laune bei. Aber so, wie wir hier eine Beerdigung kennen, war es nicht.
Bunt gekleidete, singende und trommelnde Menschen veranstalteten eine Art Umzug, den man niemals mit einer Beerdigung in Verbindung bringen würde - doch vorne wurde der Sarg getragen. Man kann sagen, dass es geschmacklos ist, aber trotzdem fand ich, dass es eine schöne Art war, das Leben des Verstorbenen zu feiern. Auch, wenn es für uns befremdlich scheint.
Die Lichter von Kingston - leider nur ein Handyfoto
Die Fahrt durch die Ghettos war sehr eindrücklich - die Häuser bestanden teilweise nur aus zusammengezimmertem Wellblech, die Bewohner versuchen mit Mühe und Not am Straßenrand etwas zu verkaufen (das sieht man in Jamaika allerdings überall).  Aus Respekt vor den dort Lebenden habe ich keine Fotos gemacht, denn die Menschen wollen meist weder begafft noch fotografiert werden.

Doch was die Leute in diesem Land und in dieser Stadt verbindet ist die Musik. Und so machten wir uns auch an einem Abend zu einem Dub Club in den Bergen mit einem atemberaubenden Blick auf das Lichtermeer von Kingston. Das war wirklich eine einmalige Erfahrung ... Die entspannten Menschen, gepaart mit der für mich fremden, aber total schönen Musik und dem Blick auf die Stadt war es wirklich ein Erlebnis, das ich wohl für immer in Erinnerung behalten werde. Dort waren zwar neben den Einheimischen viele Touristen, aber als Ausgleich besuchten wir noch einmal einen richtigen Reggae Club in Montego Bay - versteckt mitten in den Ghettos, wo wir wirklich die einzigen Touristen waren. Auch wenn es mir dort anfangs sehr unheimlich war, war es nochmal ein wenig authentischer als im Kingston Dub Club. Und unser Tourguide, der natürlich überall mit dabei war, nahm mir auch meine Angst, denn er geht dort seit 35 Jahren regemäßig hin.

Wie ihr seht, war immer ein Guide dabei, der sich im ganzen Land auskennt und dort seit vielen Jahren lebt. Das ist bei Reisen dieser Art auch enorm wichtig! Denn Jamaika ist nicht nur Strand, Kokosnüsse, Rum und Reggae. Es ist auch Kriminalität und Armut. Und um hauptsächlich diese schönen Seiten zu sehen und eine gefahrlose Reise zu verbringen, sollte man sich in die Hände derer begeben, die sich auskennen.

Für einen ausführlicheren Bericht über Jamaika und mehr Fotos klickt einfach hier! :)

15 September 2017

LOOK THROUGH MY PHONE // LOLLAPALOOZA BERLIN

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Stress, Stress und nochmal Stress - das waren die ersten Gefühle, die das Lollapalooza in mir hervorriefen. Nach unserer zweistündigen Zugreise nach Berlin machten wir uns gleich auf zum Festivalgelände... Jedenfalls wollten wir das. Und dreieinhalb Stunden später haben wir das auch geschafft.
Ich habe mir dadurch keinesfalls die Stimmung vermiesen lassen, doch die Organisation am ersten von zwei Tagen war wirklich katastrophal. Zunächst standen wir mit tausenden anderen Besuchern seeeehr, seeehr lange in einer Warteschlange zum Shuttle-Bus. Und bei der hohen Besucherzahl dürfte man eigentlich erwarten, dass es davon sehr viele gibt. Doch zwischen zwei Bussen lagen bis zu 20 Minuten Wartezeit...

Aber nun gut, als wir endlich angekommen sind, war ich ziemlich überwältigt von dem großen Festival-Gelände und den vielen Menschen. Neben Ständen für Essen und Trinken gab es auch ein Riesenrad, verkleidete Menschen und Tänzer, einen Kinderbereich, und und und. Da ich noch nie auf einem Festival dieser Größe war, war ich sehr beeindruckt. Doch auch hier hat die Organisation etwas versagt: Wenn ich 30 Minuten anstehe, um auf eine Toilette gehen zu können, läuft irgendetwas schief.
Die Toilettenschlange...

Doch trotz der langen Wartezeiten und der eigentlich unverschämt hohen Preise hatte ich wirklich meinen Spaß - spätestens, als am Abend mein erstes Highlight Mumford & Sons auftrat. Während auf der Bühne nebenan Marteria noch von lila Wolken sang, fanden wir uns in der Dämmerung zwischen tausenden anderen Leuten vor der Bühne ein. Und dann erklangen die ersten Töne...
Ich mochte die Band ja schon vorher sehr, aber live waren sie wirklich der absolute Wahnsinn. Man merkt diesen Menschen wirklich an, dass sie absolute Vollblut-Musiker sind und in dem, was sie tun, so richtig aufgehen. Und das ist wirklich, wirklich toll zu beobachten.
Kombiniert mit dem Ambiente unter dem Sternenhimmel war dieses zweistündige Konzert wirklich etwas ganz Besonderes.
Falls ihr Mumford & Sons noch nicht kennt, kann ich euch nur empfehlen, mal reinzuhören - mein persönliches Lieblingslied ist White Blank Page.
Über die Rückreise am Samstag kann ich nur sagen: sie verlief ähnlich katastrophal wie die Hinreise.

AnnenMayKantereit
Aber alles anders am Sonntag, anscheinend haben die Veranstalter ihren Fehler bemerkt und so waren wir bereits nach kurzer Zeit auf dem Gelände. Zum Glück, denn ich hatte schon Angst, dass ich den Hauptgrund verpasse, für den ich hergekommen bin: AnnenMayKantereit! Und WOOOAAAHH (sorry), sie sind einfach nur der Wahnsinn! Man hat richtig gemerkt, wie jeder, der sie nicht kannte, kurz geschluckt hat als Henning May angefangen hat zu singen (oder eher zu röhren). Ich war so begeistert, dass ich teilweise wirklich Tränen in den Augen hatte, vor allem bei meinen Favoriten Pocahontas (wer liebt es nicht) und Barfuß am Klavier.
Richtig schön war außerdem zu beobachten, wie die Band selbst ein wenig aufgeregt war, denn das war nach eigener Aussage das größte Konzert, das sie je gespielt haben. Und dass man Henning May die Nervosität angemerkt hat, hat ihn in meinen Augen nochmal viel sympathischer gemacht.
Für mich ist klar, dass ich meine aktuelle Lieblingsband auf jeden Fall nochmal live sehen werde!

Außerdem trat Cro auf, dessen Musik ich auch sehr, sehr gerne höre. Aber um ehrlich zu sein, fand ich seinen Auftritt eher so "mittel". Deswegen war ich froh, dass ich ihn letzten Dezember schon einmal auf einem kleineren Konzert unplugged gesehen habe, wo ich ihn so gut fand wie erwartet. Trotzdem mag ich ihn nach diesem Auftritt jetzt nicht weniger, hehe.

Auch wenn das alles nur Handyfotos sind, hoffe ich, dass ich euch ungefähr vermitteln konnte, wie das Lollapalooza war: bis auf die Organisation super! Es waren noch viel mehr tolle Bands und Sänger dort, aber das würde hier den Rahmen sprengen, haha.

06 September 2017

JAMAICA, LAND WE LOVE

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Jamaica 17
Jamaica 17 - Frenchmans Cove Port Antonio
Jamaica 17 - Boston Bay
Jamaica 17
Jamaica 17 - Long Bay

"Soon come" - es wird schon, alles zu seiner Zeit. Der Lieblingsspruch der Jamaikaner, der ihre Gelassenheit ausdrückt. Und nach zwei Wochen kann ich bestätigen, dass es wie die Faust aufs Auge zu ihrer Mentalität passt.
Zwei eigentlich viel zu kurze Wochen auf der Karibikinsel Jamaika haben mir gezeigt, wie entspannt, freundlich und offen diese Menschen sind, die eigentlich viel weniger haben als wir - teilweise sogar in Armut leben. Obwohl wir "Weiße" automatisch Aufsehen erregen und als reich gelten, haben wir keine negativen Erfahrungen mit den Einheimischen gemacht - im Gegenteil. Die meisten waren neugierig uns gegenüber, redeten fröhlich mit uns und riefen uns ein lautes "Alles klar!" zu, wenn wir erzählten, dass wir aus Deutschland kommen. Und auch, wenn diese Konversationen oft mit einem Verkaufsangebot verbunden waren, waren diese meist nicht weniger freundlich, wenn wir dankend ablehnten.
Was mir wohl am meisten im Gedächtnis bleiben wird, war ein kleiner Junge an einem Strand in Montego Bay. Dort waren wir ausnahmslos die einzigen Ausländer und wurden dementsprechend auch interessiert beobachtet und angesprochen. (Kleine Konversation im Wasser zwischen mir und einem Jamaikaner: "Do you smoke?" - "No, I don't" - "Why not? You're in Jamaica!") Aus den Boxen dröhnte Reggae-Musik, die Leute tranken fröhlich ihr Ginger Beer und ich genoss die Atmosphäre inmitten von türkisblauem Wasser und Palmen.
Als ich gerade das Wasser verließ, rannte besagter Junge, höchstens sechs Jahre alt, auf mich zu und fragte mich ganz aufgeregt, ob er mit mir schwimmen gehen dürfe. Ohne jegliche Berührungsängste klammerte er sich an mir fest, während ich ihn im Wasser hin und her trug und er mir unermüdlich Instruktionen erteilte ("I wanna go on your back", "I wanna touch your hair", "Now swim!"). Es war für mich wirklich überraschend, dass er von mir als fremder "Weißer" nicht eingeschüchtert oder gar verängstigt war. Nein - er hörte gar nicht mehr auf, mir Fragen zu stellen und auch, wenn ich nicht alles verstand (seine Sprache wechselte zwischen Englisch und - ich nehme an - Patois), war es ein sehr schönes Erlebnis.
Apropos Sprache: die Kommunikation auf Jamaika ist echt erleichtert dadurch, dass Englisch Amtssprache ist. Untereinander sprechen sie zwar Patois, eine Abwandlung des Englischen, doch auch mit uns konnten sie sich problemlos unterhalten.

Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17
Neben netten Menschen bietet Jamaika auch beeindruckende Natur. Dazu zählen nicht nur die bekannten karibischen Strände, die wirklich so aussehen, wie man sie sich immer vorstellt, sondern auch zahlreiche Wasserfälle, die Blue Mountains, Regenwälder, und und und. Typische "Strandtage", die man sich vielleicht unter einem Karibikurlaub vorstellt, standen bei uns sehr im Hintergrund. Selbstverständlich haben wir auch viel Zeit an Stränden verbracht (das Meerwasser ist dort wunderbar warm!), jedoch immer nur wenige Stunden - länger hätte ich es bei den Temperaturen sowieso nicht ausgehalten.
Unter anderem waren wir bei den YS Falls, die nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch ziemlich viel Spaß bieten. Wir haben uns wie Tarzan gefühlt, als wir uns an den Lianen über die Wasserfälle geschwungen und hineinfallen lassen haben...
Außerdem erwähnenswert sind die Reach Falls, die wir aufgrund unserer frühen Ankunftszeit komplett für uns hatten. Dort sind wir über die Wasserfälle geklettert, zwischendurch im kühlen Wasser geschwommen, in kleine Höhlen gesprungen, wieder herausgeklettert, unter Steinen durchgetaucht und haben die wunderschöne Umgebung mitten im Regenwald genossen. Es ist wirklich schwierig zu beschreiben, wie wunderschön es war!
Jamaica 17 - Long Bay
Jamaica 17
Jamaica 17 - YS Falls
Jamaica 17 - Long Bay
Jamaica 17 - YS Falls
Jamaica 17
Jamaica 17 - Reach Falls
Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17
Jamaica 17

Meine erste Begegnung mit dem Regenwald hingegen war eher so mittelschön, haha. Im Laufe des Urlaubs kamen wir auf die *Achtung Ironie* überaus grandiose Idee, doch mal den höchsten Berg Jamaikas zu besteigen. Ich war noch nie ein Freund vom Wandern und früher schlugen jegliche Versuche, mich dazu zu überreden, fehl. Doch diesmal dachte ich mir, okay Nele, du bist jetzt volljährig, also kannst du ja auch einmal wie eine Erwachsene handeln und dem Wandern nochmal eine Chance geben. Und habe zugestimmt. Welch fatale Entscheidung...
Also sind wir auf einer zweistündigen, holprigen und sicher auch nicht ganz ungefährlichen Fahrt durch die Berge zu einer Holzhütte ohne Strom gelangt, bei der wir bis zum Aufbruch um 2 Uhr morgens (!) untergekommen sind. Und dann ging es nach wenigen Stunden Schlaf schon los.
Die erste halbe Stunde dachte ich, ich falle gleich tot um. Ich weiß nicht, warum ausgerechnet ich, als jüngste Teilnehmerin, solche Höllenqualen (Quatsch, ich übertreibe nicht) erlitt, und somit war ich eigentlich hauptsächlich mit Fluchen und Jammern beschäftigt. :D
Aber 10km Anstieg in völliger Dunkelheit und 4 Stunden später waren wir oben und auch ich musste zugeben, dass es sich für den Anblick der Berge und des Regenwaldes schon gelohnt hatte. Auch wenn es neblig war und wir natürlich nicht wie erhofft den Sonnenaufgang sehen konnten. Im Nachhinein war ich dann schon ein bisschen stolz, dass ich diese fast neunstündige Wanderung auf mich genommen hatte und auf dem Blue Mountain Peak war.Aber wandern und vor allem auf Berge steigen werde ich trotzdem so schnell nicht wieder. :D

Jamaica 17 - Blue Mountains
Jamaica 17
Jamaica 17 - Blue Mountains
Jamaica 17 - Blue Mountains
Besucht haben wir außerdem die berühmte Pelican Bar, die ihren Ruhm absolut verdient hat, das Rick's Café, und verschiedene Städte. Über diese und vor allem über die Hauptstadt Kingston werde ich aber nochmal einen separaten Post verfassen...
Jamaica 17 - Pelican Bar
Jamaica 17 - Pelican Bar
Jamaica 17